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Weiterbildung:

Transpersonale Verhaltenstherapie 

 

Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Psychotherapeut(inn)en, Heilpraktiker(innen), Ärzte und psychologische Berater/innen. 

Die Transpersonale Verhaltenstherapie von Dr. Harald Piron lässt sich im weitesten Sinne der dritten Welle der VT-Ansätze zuordnen. Während die anderen Ansätze jedoch dem kognitiv-behavioristischen Menschenbild verpflichtet bleiben, basiert die TVT auf einem moderneren, transpersonalen Menschenbild, das in Einklang steht mit dem heutigen Stand der Gehirn-, Bewusstseins- und Meditationsforschung: Der Mensch hat zwar eine konditioniert entstandene Persönlichkeitsstruktur mit Reaktions-, Emotions- und Denkgewohnheiten, Einstellungen und Überzeugungen, ist jedoch wesentlich mehr als das. Er ist ein transpersonales Wesen mit einem Bewusstseinsspektrum, das viele verschiedene Ebenen aufweist. Im Unterschied zu den VT-Ansätzen der dritten Welle geht es in der TVT nicht nur um die Schulung von Achtsamkeit, sondern um die meditations- und erfahrungsbasierte Entfaltung des ganzen Spektrums des Bewusstseins. TVT nutzt und fördert auch die Ressourcen des höheren Unbewussten, die Potenziale der transpersonalen, essenziellen Qualitäten wie Liebe, Mitgefühl, (Mit-)Freude, Weisheit, Frieden, Kreativität, (guter) Wille, Vertrauen, Demut bzw. Dankbarkeit, Hingabe, Verbundenheit, Geborgenheit und Einheit.

Aus Sicht der TVT steht nicht das Symptom oder die psychische Störung im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Der Klient ist nicht einfach das fertige Produkt seiner Lerngeschichte, sondern vor allem das Potenzial seiner Zukunft. Er befindet sich auf einem Weg, der verschiedene Phasen mit Aufgaben, Chancen, Herausforderungen und Krisen beinhaltet. Eine Krise bleibt solange bestehen, wie eine Stagnation nicht zu einer Transformation führt. Die TVT betrachtet Symptome als Ausdruck eines Entwicklungs- oder Transformationsstaus. Nur in dem Maße, wie der Psychotherapeut für den Klienten auch ein Geburtshelfer für das neue Bewusstsein ist, kann er ihm helfen, die Symptome zu überwinden und überflüssig zu machen. Das beinhaltet auch, dass er Sterbebegleiter für das alte Ego sein kann.

Die TVT ist im Unterschied zu den anderen VT-Schulen nicht wertefrei, sondern bekennt sich ganz klar zu den höheren humanistischen und transpersonalen Werten. Daher wird auch von Anfang an im Therapie-Prozess darauf geachtet, dass nicht die egozentrierte Selbstbezogenheit, sondern die natürliche Tendenz zu Selbsttranszendenz gefördert wird. Dennoch handelt es sich nicht um eine Art Luxus-Therapie oder Lebensberatung für bereits gesunde Menschen mit Luxus-Problemen, sondern um eine Psychotherapie-Richtlinien-konforme, Evidenz-basierte Form der Verhaltenstherapie. Im Vergleich zu den anderen VT-Ansätzen beschränkt sich ein transpersonal orientierter Verhaltenstherapeut jedoch nicht auf die üblichen klinischen Ziel-Vorgaben, bei denen es nur um die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit und das Funktionieren im Beruf und im Alltag geht. Die höheren Grade von seelischer Gesundheit, die etwas mit Selbstverwirklichung, Kreativität, Weisheit, inneres Glück, Sinnfindung und Selbsttranszendenz zu tun haben, werden ebenso berücksichtigt. 

 

Kosten: 2800,- Euro 

Umfang: 7 Module, 14 Wochenend-Seminare, über 2 Jahre verteilt

Akkreditierung: bei der Psychotherapeutenkammer NRW